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       © 1997
Oliver Baumann •
Ermenegildo Bidese


Medien: Artikel über Zimbern (papers about Cimbrians)


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1898Das deutsche Volkstum und die deutsche Schule in SüdtirolMünchen Allgemeine Zeitung
1897Die abgeschnittenen ZöpfeNeuigkeits-Welt-Blatt
1873Le Sette CommuniJRAI
1872Ein verlorener Posten des DeutschthumsDie Gartenlaube
1871Deutsches aus den Trienter AlpenPassauer Zeitung
1821Deutsche Colonieen im südlichen Tyrol und im oberen ItalienDer Gesellschafter




1898Das deutsche Volkstum und die deutsche Schule in Südtirol 
 "Menghius" 23.04.1898
In: München Allgemeine Zeitung. Beilage zur Allgemeinen Zeitung. 1898,4/6 ## Beilage vom 23.04.1898, Seite 3-5
 
 Titel bezieht sich auf Rohmeder: Das deutsche Volkstum und die deutsche Schule in Südtirol. Wien: 1898. 140 S.
 Ethnographisch betrachtet ist Tirol ein sonderbares Land. Wenn auch in der Neuzeit sich hier mehr und mehr eine Zweiheit: Deutschthum und Italienerthum herausbildet, so verbirgt sich doch unter dieser scheinbaren Zweiheit eine außerordentlich buntscheckige ethnographische Vorzeit. Gerade in Tirol zeigt sich, wie außerordentlich wichtig die Ortsnamen und noch mehr die Flurnamen für die ethnographische Geschichte sind. 
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1897Die abgeschnittenen Zöpfe 
 "NWB 20.01.1897
In: Neuigkeits-Welt-Blatt (Provinz-Ausgabe/Land-Ausgabe)"
Nr. 15/Jg. 24, Wien, Mittwoch den 20. Januar 1897, S. 10
 
 In den Sette Comuni, der letzte deutschen Sprachinsel auf italienischem Gebiete, besteht heute noch die wohl schon uralte Sitte, dass ein verrathener Liebhaber seinem ungetreuen Schatze die langen Zöpfe abzuschneiden sucht. Wenn ihm dies gelingt, so gilt er als tüchtiger Bursche. Das Mädchen hingegen ist arg schimpfirt und hütet so lange das Haus, bis ihm die Zöpfe wieder gewachsen sind. Vor einigen Tagen nun ist es in Slege wieder einmal zu solch' einem Zopfabschneiden gekommen. Dem Bauernsohne Anton Pussele war von seinem Schatze, der zwanzigjährigen Anna Bachtala (Wachtel), der Laufpaß gegeben worden, obwohl die Beiden schon öffentlich versprochen gewesen. Die hübsche Anna hatte rasch einen anderen Bräutigam gefunden und wollte sich och vor der Fastenzeit verheiraten. Anton begegnete ihr auf der Hauptstraße und schnitt die Zöpfe rein ab.
 Auch in: Kießling 1897, S. 33 
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1873Le Sette Communi
"R. S. Charnock"
 
 
In: The Journal of the Anthropological Institute of Great Britain and Ireland, Vol. 2 (1873), pp. 108-113. Contribution from Royal Anthropological Institute of Great Britain and Ireland

 
 THE district of Le Sette Communi, which is situated nearly north of Vicenza, is a high tableland between the rivers Astico and Brenta. Its territorial extent is about one hundred square miles, and it consists principally of lofty mountains and cliffs, intersected with narrow and sterile vales. The names of the seven communes are Asiago, Ennego, Gallio or Gellio, Fozza or Foga, Rozzo, Roana or Roviano, and St. Giacomo. There are also several scattered villages, which form part of Le Sette Communi. [Among other communities which formerly constituted part of Le Tredici Communi are Lugo, Salceto, Lusiano, and Roverete.] Le Sette Communi may be visited either from Feltre and Valstagna; from Schio; or from Primolano; the two latter being the most desirable routes for taking in the whole of the communes. In August 1869, I visited all the communes except St. Giacomo, which lay somewhat ouit of the way. My route was from Primolano to Schio.
(OB: St. Giacomo il Maggiore ist der Schutzpatron von Lusiana)
  
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Original
01/1873

1872Ein verlorener Posten des Deutschthums 
 "Karl Marquard Sauer" 1872, 003
In: Die Gartenlaube : illustrirtes Familienblatt. Berlin : Scherl. 1872, 003, S. 50-51
 
 Die Bewohner sind ganz einfach deutsche Einwanderer aus Oesterreich und Baiern, deren Ansiedelung sich, meines Wissens, urkundlich nur bis in’s elfte, zwölfte und dreizehnte Jahrhundert zurückverfolgen läßt. So stammt zum Beispiel die dortige Familie Verlati aus Baiern. Ihr Ahnherr, Johann Werl, kam 1014 mit Kaiser Heinrich nach Italien. So wird ferner ein Bertholdus Zuckele und ein Heinrich Dinter im Jahre 1363 in Pieve bei Schio urkundlich erwähnt. Ich besitze ein Verzeichniß deutscher, nur zum Theil italienisirter Namen von alten, in der Provinz Vicenza ansässigen Familien, das mehrere hundert Namen umfaßt.
 Auch in: Wikisource Gartenlaube 
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1871Deutsches aus den Trienter Alpen.
Etwas von Land und Leuten und seltsamer Politik
 
 "Ludwig Molendo"
In: Passauer Zeitung : niederbayerische Volkszeitung. 1871,7/12 = Jg. 24
05.08.1871
06.08.1871
08.08.1871
09.08.1871
11.08.1871
 
 "In Süd und Nord dieser Thallinie nun liegen zahlreiche deutsche Gemeinden in den inneren Gebirgswinkeln versteckt, theils noch im Besitze ihrer Muttersprache, wie die venetianischen Sette Communi und wie Palu, theils ging sie verloren wie im Thal von Baselga. Eine dritte Gruppe solcher Deutschen findet sich zwischen Roveredo und den Sette Comuni in Füllgreit an den Quellen des Astico und Leno. Alles diese Gemeinde sind von Italiens Sprache umschlossene und bedrohte Sprachinseln" "In der That, solange wie die Bauern von Zembra nicht die süße Sprache Petrarkas zerquetschen hören, können wir sie für Landsleute halten. Den Namen ihres Thales leiten freilich Manche von der Zirbelkiefer (Pinus Cembra) ab: schwerlich mit Recht, jedenfalls ohne zwingende Nothwendigkeit" "Die Bauerngerichte mit selbstgewählten Geschwornen und bäuerlichen Richtern, welche Cembra und Fleims besaßen und wie es scheint auch die Sette Communi, deuten als deutsche Institution ebenfalls die Herkunft der verständigen Avisiobauern an."
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1821Deutsche Colonieen im südlichen Tyrol und im oberen Italien 
 "A. Münde" 20.08.1821
 In: Der Gesellschafter oder Blätter für Geist und Herz : ein Volksblatt. 5. 1821
 
 Wahrscheinlich bestehen diese deutschen Gemeinden aus Colonisten, die zwischen dem zehnten und zwölften Jahrhundert in diese Gegend versetzt worden sind. - Die Einwohner aller dieser Gemeinden nennt man zu Botzen mit einem Collectiv-Namen Reckelberger, und den Umfang der Gebirge, die sie bewohnen, den Reckelberg.

"Den Namen Reggl bzw. Regglberg und Regglberger, den ein Artikelschreiber 1821 mit Reckelberg und Reckelberger wiedergibt, aber nicht zu deuten wusste, bringt Johann Baptist Schöpf in seinem Tirolischen Idiotikon mit norddeutsch Reckel in Zusammenhang, einem Wort, das einen groben, ungeschliffenen Menschen bezeichnet. Der Sprachwissenschaftler Egon Kühebacher weist jedoch auf die Riegeleinteilung in Deutschnofen hin, die sich übrigens auch für Aldein nachweisen lässt, und auf das aus der lateinischen Verwaltungssprache stammende Wort regulae, das einen Gebietsteil bezeichnete und als Regl/Riegel eingedeutscht wurde." Wiki 
  
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  = zimbrisch
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